Antifa Recherche: Patrick Wiedorn

Patrick WiedornPatrick Wiedorn (*06.09.1980) ist ein führender Neonazi aus Arnstadt, der aus dem Spektrum der verbotenen Neonazi-Organisation „Blood & Honour“ stammt. Der 27-jährige Maler ist als Konzertorganisator aktiv und besitzt landesweite sowie überregionale Kontakte in die Szene. Wiedorn ist in der Kameradschaft Ilmkreis aktiv und hält sich im Umfeld der Erfurter Neonaziszene sowie den „Freien Kräften Südthüringens“ (FKST) auf. Außerdem tritt er als Autor in rechtsextremen Publikationen und innerhalb von Neonazi-Foren im Internet auf.

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Abfilmen der Antifademo war rechtswidrig

Dass die Thüringer Polizei in Rechtsbeugung so versiert ist, wie ihre Schlägereinheit BFE im Menschen zusammenschlagen, ist hinlänglich bekannt und Alltag für organisierte Antifaschist_innen. Leider alles andere als alltäglich ist, dass sich die Betroffenen gerichtlich zur Wehr setzen. Die Ohrfreige für die Polizei, die sie nun für das unrechtmäßige Abfilmen einer antifaschistischen Demo in Arnstadt bekam, könnte Signalwirkung für kommende rechtswidrige Aufzeichnungen durch die Cops haben.

Am 5. November 2005 fand nach dem antifaschistischen/ antirassistischen Ratschlag (LRA berichtete) eine angemeldete Demonstration in Arnstadt statt. Die Demonstration wurde rechtswidrig durch die Polizei abgefilmt.

Der damalige Versammlungsleiter ermahnte die Polizei noch während der Demonstration, ohne Erfolg. Im Nachhinein klagte der Antifaschist gegen den Freistaat Thüringen und gewann. Das Verwaltungsgericht legte der Polizeiführung, allen voran Einsatzleiter Thomas Ziegler, nahe eine Erklärung abzugeben und die Rechtsbeugung einzugestehen, da die Maßnahme eindeutig nicht durch das Gesetz gedeckt sei.

Gesagt, getan. Kurz darauf erklärte die Polizeiführung: „Nach der gerichtlichen Erörterung der Sach- und Rechtslage stellt der Beklagte fest, dass die Bild- und Tonaufzeichnung im Zusammenhang mit der Versammlung am 5.11.2005 in Arnstadt rechtlich unzulässig gewesen ist.“

Eine öffentliche Verhandlung und Entblößung konnte man somit umgehen. Trotzdem könnte die Ohrfeige für das rechtswidrige Verhalten Signalwirkung haben und das zukünftige polizeiliche Agieren in Arnstadt und Thüringen positiv beeinflussen.

Quelle: AGST

Boykottaufruf gegen das „Arnstädter Stadt-Echo“

Dieses Schreiben wird verschickt an die bekannten Sponsoren, welche Werbung im Stadt-Echo setzten, an Vertreter der Medien und uns bekannte antifaschistische Akteure sowie an Interessierte. Wir bitten euch den Aufruf zu verbreiten und freuen uns über Unterstützungszuschriften und Stellungnahmen!

Boykottaufruf gegen das Arnstädter Stadt-Echo – Für konsequenten Antifaschismus
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Schließung aller Gemeinschaftsunterkünfte in Deutschland!

Das Asylbewerberheim Freienbessingen,

in dem diese Bilder entstanden sind, liegt bei Sondershausen (Thüringen) mitten im Wald, weitestgehend abgeschnitten von Ärzten, Supermärkten, Schulen und kulturellen Einrichtungen. Dort wohnen 150 Flüchtlinge teilweise ohne warmes Wasser und funktionierenden Heizungen und mit metergroßen Schimmelpilzen in den Waschräumen, in denen es an jeglicher Privatsphäre fehlt.
Auf engstem Raum müssen Flüchtlinge in den Gemeinschaftsunterkünften in Deutschland leben. Dabei wird kaum Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse der Menschen genommen: Verletzungen und Krankheiten werden meist mit Schmerzmitteln „behandelt“, Traumata nicht erkannt, religiöse Besonderheiten kaum beachtet.
Der sehnliche Wunsch nach Sicherheit bleibt unerfüllt. Dass Flüchtlinge in Deutschland unerwünscht sind, wird ihnen im Alltag ständig vermittelt. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem menschenwürdigen Leben ist es, die Gemeinschaftsunterkünfte in Deutschland zu schließen, um die Wohnsituation von Flüchtlingen zu verbessern. Daher fordern wir die

Schließung aller Gemeinschaftsunterkünfte in Deutschland!

Residenzpflicht abschaffen!

Deportationen stoppen!

Alle Informationen und Fotos findet ihr hier.

Die JALA unterstützt die Kampange von JAPS Jena, dem Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und Die Linke Jena.

Tag der Heimat ruft Proteste hervor

Wie bereits in den vergangenen Jahren protestierten auch am vergangenen Sonntag, dem 23. September, junge Menschen in Arnstadt gegen die offene Relativierung der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg und den offenen Geschichtsrevisionismus des BdV. Dieser führte im Hotel „Goldene Henne“ seinen jährlichen „Tag der Heimat“ durch.

In einem davor verteilten Flugblatt heißt es: Der Bund der Vertriebenen (BdV) steht für die größten Übel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Mittelpunkt der Agitation steht hier die Verdrehung geschichtlicher Wahrheiten. Die „Vertriebenen“ verstehen sich als Opfer des Zweiten Weltkriegs. Dem Krieg, den sie und ihre geistigen Vordenker einst begannen, einem Vernichtungskrieg. Hinter den Fronten töteten die Deutschen Millionen Menschen jüdischen Glaubens, Kommunist_innen, Homosexuelle und weitere Menschengruppen, die ihrem rassistischen Wahn nicht entsprachen.


In den vergangen Wochen wurden außerdem neue Hinweise zu der immer stärkeren Unterwanderung des BdV durch die rechtsextremistische NPD bekannt (siehe TLZ: http://www.mobit.org/Artikel/2007/TLZ110707.htm).

Mit einem aus Kartons gebastelten sowjetischen Panzermodell, Plakaten, Flyern und Transparent zeigten die Antifaschist_innen, dass sie nicht einverstanden sind mit der Normalität des u. a. vom BdV konstruiertem deutschen Opfermythos.
Anna Lin, Pressesprecherin der Jungen Antifaschistischen Linken Arnstadt (JALA) begründete das Auftreten der Antifaschist_innen: „Der Panzer dient nicht der Verherrlichung von Militarismus und Krieg. Er steht symbolisch für die Vertreibung des Geschichtsrevisionismus und der Mär vom Opfer Deutschland aus unserer Stadt und aus der Köpfen der Menschen. Wir danken den Alliierten für die Zerschlagung des Faschismus und für die Befreiung Europas vom deutschen Vernichtungswahn.“

Alerta Arnstadt – 2. Ausgabe erschienen!

Hier die zweite Ausgabe des Antifaschistischen Infoflyer für Arnstadt und Umgebung zum Download.

Wiedermal Steve Heerdegen

Am vergangenen Samstag, dem 4. August fand auf dem Wollmarkt (vor dem Skatepark) eine 89.0 RTL Party statt, auf der sich wieder einmal die lokalen Nazis tummelten und feierten.
Als gegen 23 Uhr drei junge Punks an der Bushaltestelle am Wollmarkt auf eine Abholgelegenheit warteten, mussten sie unfreiwillig mit einem der zuvor feiernden Schlägernazis Bekanntschaft machen – Steve Heerdegen.
Nachdem Heerdegen zuletzt durch Trunkenheit auffiel, als er aus Kneipen stürzte, macht er nun wieder durch Gewalt auf sich aufmerksam. So bepöbelte Heerdegen, wieder volltrunken, die drei Jugendlichen, schubste diese und schlug sie. Außerdem fragte er sie, ob sie von der Antifa seien. Kurz darauf wurde Heerdegen von seinen Begleitern zurückgezogen, so dass größere Verletzungen glücklicherweise ausblieben. Heerdegen fiel schon oft durch brutale Übergriffe auf Linke auf. Infos zu Heerdegen: http://lra.antifa.net/cms/content/view/74/29/#Heerdegen
Dieser weitere Angriff durch Neonazis, wie Steve Heerdegen, auf Andersdenkende in Arnstadt ist mehr als nur ein Einschüchterungsversuch und zeigt die Notwendigkeit antifaschistischer Selbsthilfe auf.

Infoveranstaltung am 13. August in Arnstadt

Am 18. August jährt sich der Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess zum 20. Mal. Wie jedes Jahr ist mit öffentlicher Agitation revisionistischer Heulsusen zu rechnen. Im vergangenen Jahr marschierten 400 Nazis durch Jena, da ihr zentraler Aufmarsch am Grab des Bruchpiloten im bayrischen Wunsiedel verboten blieb.
Wenn die Nazis in Wunsiedel oder einem anderen Ort laufen werden sie mit antifaschistischen Protesten konfrontiert sein. Darum laden wir im Rahmen der Kampange “NS-Verherrlichung stoppen!” zu Informationsveranstaltungen zum Hess-Marsch und den Gegenaktivitäten 2007 ein. Hier werden auch die begehrten Busfahrkarten für den 18. August nach Wunsiedel oder einem Ausweichort verkauft.
Aktuell liegt auch eine Anmeldung der Nazis für den 18. August in Jena vor. Sollte der Aufmarsch im bayrischen Wunsiedel verboten bleiben, ist eine Nazidemonstration in Jena wahrscheinlich.

Infoveranstaltung in Arnstadt:

Montag, 13. August ab 19 Uhr im Jugendbüro der PDS (Zimmerstraße)

Alles weitere: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk

Auto auf P20-Gelände angegriffen

Zwei Monate ist es her, seit dem Nazis das alternative Wohnprojekt P20 (Plauesche Str. 20) in Arnstadt mit zwei Brandsätzen angriffen ( http://agst.antifa.net/archiv/text056.htm). Das von den Angreifer_innen gewünschte Resultat des Brandanschlags, nämlich verbrennende Bewohner_innen, blieb glücklicher Weise aus. Die Molotowcocktails entwickelten nicht die gewünschte Wirkung. Am späten Nachmittag des 2. August drangen Personen in den Innenhof der P20 ein und zerschlugen die Heckscheibe des Autos eines Bewohners.

Gegen 18 Uhr attackierten die Angreifer_innen das Auto. Selbigen PKW griffen Neonazis schon einmal Ende März 2005 an ( http://de.indymedia.org/2005/03/110557.shtml). Ca. 40 Neonazis auf dem jährlichen Osterfeuer in Haarhausen (bei Arnstadt) überfielen damals 5 linke Besucher_innen und griffen die Flüchtenden und ihr Auto an. Schon damals wurde das Auto stark beschädigt.

Die Täter_innen des Angriffs vom 2. August entkamen, wie schon 2 Monate zuvor. Die Polizei wird, sollte sie den Vorfall erwähnen, wieder von ungeklärten Motiven und einem nicht erkennbaren politischen Hintergrund sprechen. Wir stellen die Intention der Täter_innen jedoch nicht in Frage. Die Angriffe gegen die P20, ihre Bewohner_innen und die linke Szene der Stadt reihen sich ein in eine große Liste von Übergriffen gegen die Antifaschist_innen, die den Nazis das ungestörte Agieren in der Stadt unmöglich machten.

Die P20 beherbergt den Infoladen Arnstadt, einen Anlauf- und Koordinierungspunkt für antifaschistische Gruppen aus der Region.

Betroffen von den Angriffen der Faschist_innen gegen die P20 sind die Bewohner_innen, gemeint sind bei jeden Angriff jedoch immer wir alle. Alle Menschen, die den Nazis hier und überall Widerstand entgegensetzen und sich nicht einschüchtern lassen.

Bleiben wir dabei. Solidarisch mit allen Opfern von Nazigewalt. Entschlossen gegen jede Form von Faschismus!

Alerta Arnstadt

Alerta – Antifaschistischer Infoflyer für Arnstadt und Umgebung zum runterladen!
Ausgabe eins: Download